Vom Wert der Manufaktur: Handgemachtes Leder

In dieser neuen Reihe widmen wir uns besonderen, hochwertigen Produkten, denen zwei Merkmale gemeinsam sind: Sie sind meisterhaft handgefertigt. Und sie erfüllen höchste Ansprüche an sozial und ökologisch vorbildliche Herstellung.

Ein Traditionsmaterial zur Perfektion getrieben
Heute widmen wir uns dem Thema Leder. Dieses edle Naturprodukt ist allerdings nur so gut, wie es verarbeitet wird. Walter Knoll und Poltrona Frau zeigen, wie Leder in zahlreichen Schritten zu einem fantastischen Material für edle Designmöbel wird.

Ledermanufaktur mit Tradition: Walter Knoll seit 1865
Das Unternehmen Walter Knoll schätzt Leder vor allem für seine natürliche Oberfläche und hochwertige Anmutung. Die naturgegebene Unregelmäßigkeit der Oberfläche mit kleinsten Unebenheiten gibt dem Material ein individuelles Eigenleben. Die Qualität des Leders fühlt man sofort am weichen Griff. Man erlebt sie auch am geringen Farbauftrag, der das Leder weiter atmen lässt. Der Hersteller prüft die verfügbaren Leder auf ihre Haltbarkeit, Farbechtheit und Pflegeleichtigkeit. Für einen anspruchsvollen Markt müssen sie auch die Kriterien für die jeweiligen nationalen und internationalen Materialanforderungen erfüllen. Den Zuschnitt erledigt ein computergestützter CAD-Cutter mit einem Diamantmesser. Das Programm nutzt die besten Flächen des Leders optimal aus und verringert so den Materialverbrauch. Klare, exakte Nähte und präzise angebrachte Keder, zum Verdecken der Polsternähte, kennzeichnen eine Verarbeitung, die dem edlen Werkstoff des Leders gerecht wird. Hier zeigt sich der wahre Wert der Handarbeit: in der Fingerfertigkeit und Sicherheit des Nähens. Sie gibt dem späteren Körper des Polsters die feine, anziehende Haut und Kontur. So wird Leder zu einem idealen Material für cooles Understatement bei gleichzeitig höchster Qualität. Der Leadchair von Walter Knoll beispielsweise verbindet weiches, unprätentiös gepolstertes Leder mit einer ergonomisch durchdachten, glänzenden Metallkonstruktion: gleichermaßen komfortabel und exquisit. Genau das, was sich qualitätsbewusste Führungskräfte im Büroalltag wünschen.

Poltrona Frau: modernste Technik trifft klassische Handarbeit
Mit mehr als 20 Produktionsphasen stellt Poltrona Frau das Leder Pelle Frau® den eigenen Qualitätsansprüchen gemäß her. Damit übertrifft es den üblichen Aufwand in der Lederherstellung um das Doppelte. Verkürzt lässt sich der Prozess so beschreiben: Das rohe Leder wird zunächst in großen, gemächlich rotierenden Trommeln gewässert. Beim Äschern verlieren die Häute die Reste von Haaren. Im Anschluss entfernt der Hersteller Gewebereste von der Haut. Nun kann das Leder auf die gewünschte Dicke geschnitten werden. Dabei wird die Haut in zwei oder drei Lagen geteilt. Entscheidend ist nun der Arbeitsschritt des Gerbens. Er gibt dem Leder den gewünschten Griff und die sanfte Schmiegsamkeit. Um die größtmögliche Weichheit, Langlebigkeit und Geschmeidigkeit des Leders zu erreichen, werden die Pelle-Frau®-Leder in einem exklusiven Prozess gegerbt. Weitere Verarbeitungsschritte färben das Leder im definierten Farbton und stellen die gleichbleibend hohe Qualität aller Stücke sicher. Die im Tauchbad gefärbten Leder sind vollständig durchgefärbt im Unterschied zu lediglich oberflächlich im Sprühverfahren oder mit Bürsten gefärbten Ledersorten.

Poltrona Frau führt sechs Kollektionen an Ledern für unterschiedliche Einsatzzwecke. Die Pelle-Frau®-Kollektionen unterscheiden sich vor allem in der Haptik, der gefühlten Wärme und im Erscheinungsbild. Ein Video auf der Homepage von Poltrona Frau zeigt Ihnen recht anschaulich die Herstellungsphasen im Überblick: poltronafrau.com/en/leather

Qualitätsleder können Sie fühlen und sehen – und Sie können darauf probesitzen: Überzeugen Sie sich von der Qualität der hochwertigen Ledermöbel in einem unserer Showrooms.