ERGON-Geschäftsführer Karl Kreuzberg, der für das neue Büro verantwortlich zeichnete, äußerte sich zur Situation folgendermaßen: „Ein Umzug in neue Büroräume kommt für eine Steuerberatungskanzlei nicht alltäglich vor und muss gut durchdacht sein. Schnell reifte bei uns die Erkenntnis, dass für die Ausgestaltung der Räume und die Auswahl der Möbel ein Profi benötigt wird, der den Planungsprozess begleitet und seine Erfahrungen beratend einbringt. Denn man kreiert eine Bürolandschaft, in der Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte motiviert und mit Freude gearbeitet werden soll.“
Der Anbau wies aufgrund der Rahmenbedingungen eine geringe Raumtiefe und einige unbelichtete Flächen auf, die in der zunächst konventionellen Raumplanung mit Mittelflur und Zellenbüros zu kleinen Räumen und einem langen, schmalen Flur führten.
„designfunktion wurde uns von einem unserer Mandanten empfohlen. Dieser hatte vor einigen Jahren ein vergleichbares Projekt mit dem Geschäftsführer Samir Ayoub realisiert und die Zusammenarbeit mit ihm vor allem aufgrund der ausgeprägten Kundenorientierung als hervorragend bezeichnet. Dies veranlasste uns, mit diesem Einrichtungsberater Kontakt aufzunehmen und mit designfunktion unser Vorhaben umzusetzen.“
designfunktion erhielt den Auftrag, die Raumkonzeption und die Innenraumgestaltung zu entwickeln. In einem Analyseworkshop mit den Mitarbeitern zeigte sich, dass trotz des Anspruchs an Diskretion, der in der Steuerberatung eine entscheidende Rolle spielt, Transparenz und der Austausch zwischen den Mitarbeitern ein wichtiges Ziel waren.
Als Kontrapunkt zu der sachlichen Zahlenwelt wünschten der Geschäftsführer und die Mitarbeiter sich eine emotionale Gestaltung des Büros, die das Miteinander der Kollegen und die Leitidee von ERGON vermittelt, Vertrauensperson für Ihre Mandanten zu sein.
Die genaue Analyse des Kommunikationsverhaltens und der Tätigkeiten bildeten die Basis für die entstandene Konzeption: ein Mix aus kleinen Einzelräumen mit Glaswänden für Steuerberater und dazwischengeschalteten offenen Bereichen für die Assistenten und zentralen Nutzungen in der Mittelzone.
Die Fläche ist transparent und großzügig, dennoch bietet sie mit den Einzelräumen bzw. offenen Nischen für die Assistenten Schutz und Rückzugsmöglichkeiten für jeden einzelnen. Die Kommunikation zwischen den Assistenten und den Steuerberatern ist bei offener Tür auf Zuruf möglich. Der ehemals geschlossene, schmale Flur ist eine einladende Fläche mit eigener Funktion geworden, die sich stellenweise öffnet und durch den Bezug zum Tageslicht Aufenthaltsqualität für Meetingzonen hat.
Das Gestaltungskonzept legt eine sachliche, klare Basis zu Grunde. Das weiße Arbeitsplatzmobiliar wird wohnlich akzentuiert durch ein warmes Grün und helles Holz. Ein Waldmotiv als Wandgestaltung im Empfang verweist auf den Bezug von ERGON zum Rheinischen Landwirtschaftsverband und ist gleichzeitig ein freundliches, poetisches Naturzitat.
Bei der Auswahl der Innenausbaumaterialien und der Einrichtung waren Qualität und Funktionalität maßgebend. Hochwertige Glaswände und Schreinereinbauten sind individuelle Anfertigungen, einzelne Klassiker und Designstücke wie die Eames Chairs und die Deckenleuchten in den Besprechungsräumen akzentuieren punktuell die sachliche Systemmöblierung.
Fazit: Das neue Büro ist sehr funktional und gut gestaltet, resümieren die Nutzer und Mitarbeiter der Kanzlei. Ein rundum gelungenes Projekt.
Fakten: ERGON Steuerberatungsgesellschaft mbH, Zweigniederlassung Bonn
Projekt:
ERGON Steuerberatungsgesellschaft mbH
Bauherr / Auftraggeber:
ERGON Steuerberatungsgesellschaft mbH
Niederlassung Bonn
Rochusstraße 18 a
53123 Bonn
Architektur:
Dominik Jörg, Bonn-Beuel
Gestaltungskonzept & Einrichtungsplanung:
designfunktion GmbH
Lichtplanung:
designfunktion GmbH / Artemide
Umsetzung der Ausstattung:
designfunktion München
Kollektionen:
Vitra, Werner Works, Wilkhahn, König + Neurath, Systemwände, Artemide
Projektgröße:
ca. 300 qm
Arbeitsumfang:
- Bürokonzeption
- Gestaltungskonzept
- Bodenbelag
- Glaswände
- Beleuchtung
- Schreinereinbauten
- Möblierung
- Blendschutz
Fotos: Achim Hehn
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